Mein Erlebnis auf einer AfD-Veranstaltung

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Bernd Lucke steht an meinem Platz. Ich kann mich nicht hinsetzen, ich muss warten. Den besten Platz am Pressetisch, mein Platz, hatte ich nicht freiwillig geräumt – er wurde mal eben okkupiert, weil ich gerade auf der Toilette war. Lucke wird gerade von einem TV-Sender interviewt – geht um Griechenland.
Das war ein Thema, das aber sonst auf dem Politischen Aschermittwoch der AfD 2015 sonst kaum vorkam. Ist ja auch kompliziert und eher nicht so witzig. Nur Lucke sprach über Euro- und Schuldenkrise. Die Stimmung im Saal war sofort gelangweilter, abgewandter oder auch einfach nicht mehr da.

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Was nochmal alles am 9. November passiert ist

2014 feierte Deutschland 25 Jahre Mauerfall – der 9. November 1989 war Thema jeder Talkshow und jedes historischen Formats, der Anlass zu vielen Reden und Veranstaltungen.

Bei M94.5 haben wir die sehr schöne Sendung Fußnoten – angelehnt am Feature beschäftigen wir uns eine komplette Sendung mit einem Thema. Die Fußnoten sind eine meiner Lieblingssendungen. Unglaublich schöne Stücke sind da bereits herausgekommen.

Eine Stunde über den 9. November

Und so auch zum 9. November. Wir wollten uns an einem historischen Stück versuchen. Da der Sendetermin genau auf den 9. November fiel, wollten wir der Frage nachgehen, was alles am 9. November in München passiert ist – und haben uns dafür auch 1918, 1923 und 1938 angesehen. Wir sichteten Mikrofilme der zeitgenössischen Münchner Zeitungen, recherchierten in alten Geschichtsbüchern und interviewten eine Historikerin.

Leider durften wir auf Grund der lieben GEMA die Sendung nur ohne Musikbetten online stellen – eigentlich klingt sie noch viel schöner. Und vor allem pathetischer.

LIVE on #Periscope: Eine Reflexion über Thema und Format

Die Redaktion einer Radiosendung trifft sich und bespricht ganz viele grundsätzliche Dinge – wie die Sendung aufgebaut sein soll, wer eigentlich die Zielgruppe ist und mit welchen Formaten konkret gearbeitet werden soll. Und was soll eigentlich online passieren?

Wir brauchen Marke, Identität, die Leute da erreichen, wo sie sind. Im Netz. Und das machen wir mit Beme, Snapchat, Periscope, einem Vine und irgendwie noch normalen Bildern. Wobei, wollen wir uns nicht mal an schönen Memes versuchen?

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Wie das Radio überlebt

Der Besang des kurz bevorstehenden Untergangs des Radios dauert nun schon so lang, dass die Halbwertszeit von Plutonium gefühlt einmal rum ist. Nein, Radio wird nicht sterben: Es ist schnell, das stabilste Medium im Katastrophenfall und die Hörerzahlen sind relativ konstant.

Trotzdem verändert sich das Nutzerverhalten. Schließlich braucht niemand mehr das Radio, um Musik zu entdecken oder Nachrichten zu hören. Dafür gibt es jetzt Musik-Streaming Dienste und Apps – und vor allem den Facebook-Newsfeed.

Durch das Netz, Smartphones, soziale Netzwerke und vor allem die riesige Konkurrenz muss sich Radio verändert. Wie, wie stark und mit welchen Methoden? Was machen wir mit diesem Internet und was hat das Radio überhaupt noch für Vorteile? Das waren Themen der Tutzinger Radiotage, die ich mit fünf weiteren „Radiotalente“ besuchen und mit einem Blog begleiten durfte. Das Blog ist aber nicht das einzige, was dabei rum kam: Gemeinsam füllten wir die Sendung Was mit Medien auf DRadioWissen.

Das war unheimlich aufregend – ich war so aufgeregt, wie vor meiner allerersten Moderation vor ein paar Jahren. Von einem Studio im BR wurde ich live zur Sendung zugeschalten – das war schon ein bisschen fancy.

Hier die gesamte Sendung zum Nachhören:

Sänger Perkovic: Wirklich nur Patriot?

Das Zenith in München hat sich im Jahr 2013 nicht unbedingt beliebt gemacht: Die große Konzerthalle in München ließ schon zum zweiten Mal die kroatische Band Thompson auftreten. Die Gruppe rund um Marko Perkovic ist politisch nicht gerade als unschuldiges weißes Kaninchen zu bewerten.

Die Songs von Perkovic haben viel mit „Heimatstolz“ und Patriotismus zu tun. Der geht an manchen stellen aber doch ganz schön weit: In dem Song, mit dem er berühmt wurde, kommen nach deutschem Recht strafrechtlich relevante Stellen vor.

Für M94.5 habe ich damals mit zwei liebenswerten Kollegen die Hintergründe recherchiert, mit Perkovic selbst gesprochen und die doch sehr aufgeheizte Menge vor dem Zenith beobachtet. Für den Beitrag wurden wir mit dem Campus Europa Preis 2013 ausgezeichnet.

Wie böse ist ein Scheinstudent?

Günstige Krankenversicherung, Semesterticket, günstigere Kinokarten und extra Handytarife – Studenten haben in vielen Punkten Sonderstatus. Und diesen auszunutzen, ist unglaublich einfach: einen Studiengang aussuchen, in dem die ersten zwingend zu bestehenden Leistungen erst in den höheren Semestern anfallen.

Wem das Scheinstudium schadet, und welche Pro & Contra Argumente es gibt, habe ich für M94.5 herausgefunden: